Kosten
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Massnahmen zur Kostenreduktion
- einheitlicher Gerätepark
- standardisiserte Softwareinstallation und -konfiguration
- Automatisierungen
- Einschränkung der Änderungsmöglichkeiten durch Lehrpersonen und Lernende
- Einsatz von 2-3 Jahre alten Gebrauchtgeräten
- Einsatz von Freeware und Opensource-Software
- keine Mietlösungen für Software
Die ICT-Mittel kosten viel. Man muss aber aufpassen, dass diese Mittel auch einen entsprechenden Mehrwert in der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler sowie als Arbeitsinstrument der Lehrpersonen haben.
Kostenfaktoren
Faustregel:
- ein Drittel Beschaffung der Hardware und Software
- ein Drittel Betrieb/Unterhalt
- ein Drittel in Ausbildung/Lehrplanarbeit/Vorbereitung von Unterrichtseinheiten
Nach meinen Erfahrungen ist es relativ einfach, Geld für Hardware zu bekommen. Diese Ausgaben können sauber abgeschrieben werden und sie sind sichtbar.
Beim Betrieb/Unterhalt ist es schon etwas schwieriger: Lehrpersonen betreiben diese Anlagen, haben dafür eher eine kleine Entlastung und setzen viel Freizeit ein. Manchmal geht das auch zu Lasten anderer Fächer. Die Unterstützung durch Informatiker wird allerdings immer häufiger angefordert, die viele Lehrpersonen lieber im Bereich der pädagogischen Betreuung arbeiten. Das ist viel näher am primären Beruf.
Hier besteht die Gefahr, dass hohe offene und versteckte Kosten entstehen. Auch wenn man den Aufwand bewusst steuert und budgetiert und auf Arbeiten in der "Freizeit" und im "Hobby"-Bereich verzichtet, dann durften die Kosten in diesem Bereich auf Dauer die höchsten sein.
Noch weniger Geld fliesst in den letzten Teil. Die Konsequenz ist, dass veröffentlichte Studien Hinweise liefern, dass die ICT-Mittel wenig zum Wissenstand der Schülerinnen und Schüler beitragen - oder noch schlimmer, dass die Mittel eher noch negative Auswirkungen beim Lern- und Unterrichtserfolg haben. Auch wenn man in diesem Bereich Stundenansätze für Lehrpersonen auf 50.- setzt, kann man recht lange Schulungen besuchen, Lehrplanarbeit machen und Kurse anbieten.
Klar ist, dass die gesamten Mittel, welche für die ICT-Mittel eingesetzt werden können, irgendwo beschränkt sind. Damit die Rechnung einigermassen aufgeht, muss die Infrastruktur aus wenigen Gerätetypen bestehen und standardisiert sein. Routinearbeiten müssen automatisch erfolgen. Auch Software stellt einen grossen Kostenfaktor dar, vor allem wenn man mit Mietverträgen arbeitet. Die Kosten der Hardware und der Software können reduziert werden, wenn 2-3 Jahre alte Gebrauchtgeräte gekauft werden und wenn Opensource-/Freeware-Software verwendet wird. Das so nicht ausgegebene Geld muss dann aber in die andern 2 Drittel fliessen. Dann geht die Rechnung für die Schule, die Lehrpersonen und die Lernenden sehr wohl auf.
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