Putre

Putre in ChileIch war das ganze letzte Wochenende in Putre. Das ist ein Dörfchen mit etwa 1000 Einwohnern und liegt in den Anden auf 3500 müM.

Wir, d.h. ich mit meiner Gastfamilie fuhren am Freitag Abend mit einem Bus nach Putre. Es war eine Vollmondnacht und die Berge sahen wie eine Mondlandschaft aus. Wir benötigten für die 130 km drei stunden. und als ich aus dem bus stieg, hatte ich einfach nur kalt. dann schliefen wir in einem hotel, das meiner familie gehört. und dort hatte es endlich wieder einmal warmes wasser. so genossen habe ich duschen schon lange nicht mehr :-)
als wir dann aufstanden und zmorge essen wollten im haus meiner tante (mein gastvater hat fast seine gesamte verwandschaft dort) sah ich mein erstes schäflein. :-)

Gemetzgetes Schaf

ich versuche ja hier meine ekelgefühle abzulegen (küchenschaben und andere ungeziefer neben dem teller schocken mich auch nicht mehr), aber das forderte schon noch. aber es ging nicht lange, da begann auch ich mit ihm ein bisschen zu spielen. sei es ein bisschen streicheln, kameradschaftlich auf die schulter zu klopfen oder einfach nur dumm am bein ziehen. Schäfchen sind halt schon niedliche tiere :-)
und stellt euch vor, was es zum mittagessen gab. feines schaffleisch. ist noch speziell fleisch zu essen von dem man so genau weiss woher es kommt und der edle spender draussen vor der türe hängt.
danach spazierten wir ein bisschen durch das dorf.

Dorfkirche

Ein Pueblo

Putre ist wirklich wunderschön und es ist total ruhig. und so etwas wie stress existiert da nicht. der einzige lärm kommt von versorgungslastwagen oder von turistenbussen. sonst ist man eher mit dem ross als mit dem auto unterwegs.

Ein Reiter

Wegen der grossen höhe bekam ich dann ein bisschen kopfweh, aber die haben da ein gutes mittel dagegen. koka-tee. schmeckt wirklich gut. und die meinungen. ob das eine droge sei gehen da auseinander. meine gastmutter sagt, es sei keine droge, es sei ein medikament. mein gastbruder meinte es sei keine richtige droge. es lässt dich einfach entspannen und relaxen (piis ond so ;-) ) und meine tante sagte es ist wie eine droge.
man kann sich ja die wirkung von drogen auch einbilden, aber wenn man diesen tee getrunken hat, kann man problemlos eine dreiviertelstunde auf einem rittiseili sitzen und auf den boden starren, ohne sich zu langweilen.
am sonntag hatten wir dann noch ein fussballspiel. das ist schon bald verrückt, denn auf 3500 meter stieg bei mir der puls schon beim essen. wenn du dann rennst rast dein puls und das schlimme ist, dass man sich fast nicht mehr erholen kann. wenn wir dann im sommer einen monat nach putre gehen werde ich wohl stark an kondition zulegen.
nach dem spiel hatte ich dann auch relativ starke kopfschmerzen. und als wir dann nach hause fuhren ist noch etwas mysteriöses geschen. es gibt einen strassenabschnitt, der leicht bergauf geht. wenn man den buss anhält und im leerlauf stehen lässt beginnt er bergauf zu rollen. das ist kein witz und mein letzter tee lag auch schon einige stunden zurück ;-)
vielleicht kann mir da ein physikgenie auf die sprünge helfen.

9 Kommentare zu “Putre”

  1. Alice schreibt:

    Lieber Simon, wie dankbar bin ich, dass ich als Kind mit lebenden Schwarzkopfschafen spielen durfte! Schaffleisch hat es mir bis heute nicht angetan. Ich kann mich ganz in deine Situation versetzen. Ich frage mich, was man dir für eine “Tränke” serviert hat? Prost!—
    Eine echte Entlebuchermischung möchte ich dir gönnen, wenn du wieder nach Putre fährst…. Herzliche Wünsche und Grüsse aus Emmenbrücke.

  2. Benedikt schreibt:

    Lieber Jimmy
    Da habe ich doch voll die Bilder unter Bildersammlungen übersehen. Die sind wirklich cool. Ist das ein Geysir oder war der Wunsch der Vater des Gedankens? Die Foto in der Strasse mit dem Schatten des Strommastens ist sehr gelungen.
    Mach weiter so, ich freue mich auf die erste CD ;-) .

  3. Alice schreibt:

    Lieber Simon, ich muss mich klarer ausdrücken. Mit Entlebuchermischung meinte ich TEE. Dann möchte ich an die ” Säuligeschichte ” erinnern! Weil du ein sehr sensibler Mensch bist, und du bei der Ankunft in Putre sehr kalt hattest, und schon etwas in dir steckte, könnte doch der ” Tee ” (Alkaloid, Rauschgift, Betäubungsmittel) enthalten haben. Für dich war es vielleicht eine Ueberdosis!
    Auf jeden Fall, musst du den ” Putre- Gesundheitstee” nur mit grösster Vorsicht einnehmen. Deine fürsorgliche Lehrerin, hilft dir gerne weiter, denn sie kennt diese Region und die Gewohnheiten.
    Sehr baldige Erholung wünschen deine Grosseltern.

  4. Jimmy schreibt:

    @benedikt: ja, also ich frage mich schon, wo du einen geysir gesehen hast. auf jeden fall habe ich ihn nicht gesehen.

  5. Administrator schreibt:

    Lieber Simon
    Unter der Bildersammlung - Putre auf dem 6. Bild. Vielleicht ist es auch eine Bewässerungsanlage oder …

  6. antonia schreibt:

    hallo jimmi.. hei, ich gloub ich woerd das nid oeberlaebe ds chile… ich choent gloub nued aesse… da zfranrich gets nach jedem aesse kaes und jogurt..aber ohni made naebem tisch. nor e riesigi hund, mer cha ou chue saege, wo ab und zue chli saberet..aber du zoeglisch nid i das stedtli oder??liebe gruess us le mans

  7. barble schreibt:

    scho chli unfair. de jimmy isst schaf und d sarah s neuseeland .. ich betone Z NEUSEELAND.. gseht fasch kes schaf. komisch komisch. itz isst d sarah de sicher no es meersöili!
    nimm de chli vo däm wundertee hei..hehe!
    @ sarah
    danke danke danke tuusig mau für d charte. d postmarke isch geil, es schaaaf! hehe.. de tukituki river muesch mer de aso scho gah bsueche.

  8. Sarah schreibt:

    @barble, ja esch eigentlech scho chli tragisch, das met de Schaf. ;-) Esch die einzig Poschtcharte meteme schaefli, ond ha daenkt das gfaui dier secher. Ha eigentlech scho no vor ga de tukituki river ga azluege (nor scho waegem name), aber morn gan ech afe eisch a schtrand (juhuuuu!)

  9. Seppi schreibt:

    Hallo Simon
    i ha en Kommentar gschrebe, aber dä esch glaub jez witer obe. Reis met em David of e Pilatus ond so. Liebi Grüess Grosspapa

Schreiben Sie eine Antwort

Sie müŸssen angemeldet sein um schreiben zu können