Jahreskonzert der Feldmusik
Ein Beitrag zum Themengebiet Eden, geschrieben am 29. April 2006 von BenediktDiesen Beitrag haben wir ganz speziell für dich gemacht, liebe Sarah, und auch fest an dich gedacht, als wir so in der Turnhalle sassen und den Melodien der Feldmusikanten lauschten. Du hättest sicher sehr gerne mitgespielt zusammen mit all deinen lieben Musikgschpänlis. Es war wie immer ein Genuss für Ohren und Augen, ein ganz spezielles, aussergewöhnliches Konzert mit hervorragender Musik und vielen gelungenen Aktionen und Überraschungen drum herum. Die Feldmäuse sind wirklich kreative Leute. Auf der Bühne stand, passend zum Jubiläum, eine riesige Geburtstagstorte mit 150 Kerzen, die mal brannnten, mal nicht. Am Schluss haben die Feldmäuse sie jedenfalls definitiv ausgeblasen. Verschiedenste Leute bekamen originelle Geschenke, die sie vor den Augen des Publikums auspackten: Röfe z.B. die “schwierigen Noten” seines Solos. Marylin Monroe gratulierte ebenso wie ein vor 150 Jahren amtierender Bundesrat. Tja, es gäbe noch so dies und jenes zu erzählen. Vielleicht ergänzt ja die eine oder andere Feldmaus noch unseren Bericht.? Schön war’s! Kompliment an die Feldmusikanten und alle Helfer, die zu diesem gelungenen Anlass beigetragen haben.
beziehungen schlimmer. der zeitunterschied zu arica beträgt etwa 10 jahre und eine stunde. wir kamen dann also am morgen um etwa 9 uhr an. zuerst gingen wir die einzige sehenswürdigkeit anschauen, die kathedrale von tacna. beim fotografieren wurden wir von ein paar flayten ziemlich schräg angeschaut, und ich fühlte mich nicht mehr ganz so wohl. denn wenn man als chilene verprügelt wird, unternimmt die polizei wahrscheinlich nichts, weil sich die peruaner und chilenen nicht besonders mögen. und ausserdem ist die peruanische polizei korrupt (die chilenische nicht). das habe ich schon einmal erfahren, als wir mit der schule nach arequipa gefahren sind und ein bisschen gezahlt haben, um an der grenze ohne warten und durchsuchen durchzukommen. aber zum glück machten uns die flayten nichts.
Beni hat vor einiger Zeit etwas ganz Gutes gemacht (macht er übrigens auch sonst sehr häufig): er hat bei einer Umfrage der bls mitgemacht und als Dank eine Tageskarte erhalten. Ich durfte sie einlösen, und mein liebes Motherlein hat mich dabei heute begleitet. Wir fuhren zuerst nach Murten und haben ganz fest an euch, Sarah und Simon, gedacht. Wart ihr nicht letztes Jahr dort auf der Schulreise? Als wir auf der Stadtmauer waren, hat es nicht gehagelt. Im Gegenteil: die Sonne brannte so richtig schön vom Himmel. Seit einer Woche haben wir hier nämlich schon fast so etwas wie Sommer mit Temperaturen von gut 20 Grad. Endlich, wir haben lange darauf warten müssen.
leisen Vorgeschmack aufs Grossmutterdasein. Wir haben viel zusammen unternommen. Fast immer war auch “Gola” (das Horwergrossmami) als Fynns enge Vertraute mit dabei. Wir haben schon mal das Restaurant, wo wir Golas Geburtstag feiern werden, getestet. Es ist wirklich ein schönes Plätzchen, ihr könnt euch freuen. Wir waren im Tierpark Goldau, wo Fynn vor allem die Bären imponierten. Aber auch Rehen, Gämsen, jungen Wildschweinen, Büffeln, dem Storch und einem so richtig weise aussehenden Uhu sind wir begegnet. Aber mindestens ebenso interessant waren die zahlreichen Steine am Boden, vor allem die grossen, die unbedingt und immer wieder geworfen werden mussten. Technik und Wurfweite sind für einen so jungen Schnaufer schon ganz erstaunlich. So beginnen Kugelstösserkarrieren… Und wir waren auf Besuch beim Schoggimareili und Peter, aber auch bei Ma und Bili (Markus und Pia) in Beckenried. Fynn hat entdeckt, dass man auch mit Zug, Schiff und Postauto vorwärts kommt - was für eine wunderbare Abwechslung. Die stolze Gotte kann wahrheitsgetreu berichten, dass sich der Gottebub dabei tadellos benommen und alles um ihn herum mit hellwachen Sinnen registriert und kommentiert hat. Heute morgen wäre ich fast zu einem vierten Kind gekommen. Fynn hat mich nämlich glattweg als Mami akzeptiert und angesprochen. Ich habe dann nach einiger Zeit die Verhältnisse geklärt, um einer abendlichen Verwirrung vorzubeugen. Ja, jetzt ist die junge Familie wieder glücklich vereint, und Fynn wird wohl schon selig träumen. Ich freue mich auf eine ruhige Nacht, werde aber Fynns liebes Wesen, sein ansteckendes Lachen, seine Fröhlichkeit, seine impulsive Zärtlichkeit, sein Plappermäulchen und seine Lieder (für alle, die’s nicht glauben: er kann tatsächlich schon singen) vermissen.
am freitag gingen wir dann den kleinen schnaufer ins spital besuchen. und das geht nicht so einfach wie in der schweiz. man kommt zuerst in eine wartehalle, wo man einen besucherschein abholen muss. dann muss man eine treppe hinauf, die von einem “treppenwächter” bewacht wird. es darf nämlich immer nur eine person im zimmer sein. also ging mal der erste und die anderen mussten warten, bis er zurück kam und den besucherschein weiterreichte. so ging das ganze natürlich nicht so schnell. und weil immer nur jemand hinauf darf und das kleine kinder nicht alleine können, liegt die lösung auf der hand. kinder unter 12 jahren dürfen nicht besuchen. mein kleiner bruder victor durfte deshalb nicht zu seiner mutter und seinem brüderchen hinauf. ob das in den meisten chilenischen spitälern so ist, weiss ich nicht. am samstag nachmittag kam dann meine mutter nach hause.
