Tacna

Am letzten samstag ging ich mit zwei kollegen nach tacna, peru. tacna ist mit dem bus etwa eine dreiviertelstunde von arica entfernt, aber weil das überqueren der grenze eine ziemlich grosse geschichte ist, dauert es etwas länger. wahrscheinlich habt ihr ja schon gemerkt, dass arica keine schöne stadt ist und es grosse armut gibt. tacna ist in allen grenzuebergangbeziehungen schlimmer. der zeitunterschied zu arica beträgt etwa 10 jahre und eine stunde. wir kamen dann also am morgen um etwa 9 uhr an. zuerst gingen wir die einzige sehenswürdigkeit anschauen, die kathedrale von tacna. beim fotografieren wurden wir von ein paar flayten ziemlich schräg angeschaut, und ich fühlte mich nicht mehr ganz so wohl. denn wenn man als chilene verprügelt wird, unternimmt die polizei wahrscheinlich nichts, weil sich die peruaner und chilenen nicht besonders mögen. und ausserdem ist die peruanische polizei korrupt (die chilenische nicht). das habe ich schon einmal erfahren, als wir mit der schule nach arequipa gefahren sind und ein bisschen gezahlt haben, um an der grenze ohne warten und durchsuchen durchzukommen. aber zum glück machten uns die flayten nichts.
kirche etwas anderes trauriges an peru ist, dass man auf der strasse kinder sieht, die versuchen, ein bisschen schokolade zu verkaufen. diese kinderverkäufer sind aber ziemlich lästig, weil sie sich mit einem nein nicht einfach so abspeisen lassen. dann aber taten wir, was alle in tacna machen: wir gingen shoppen. in tacna ist nämlich alles billiger :D . aber erwartet nicht, irgend ein modegeschäft oder so was wie einen h&m zu finden. stellt es euch eher wie einen märt vor. die stände sind sehr klein, und man kann entweder schuhe, kleider, filme oder anderes zeugs kaufen. die preise sind eigentlich fix, aber ein bisschen kann man immer herunterdrücken. aber so richtiges feilschen ist das schon nicht. ich bin mir immer noch nicht sicher, ob in peru raubkopien von cd’s und dvd’s legal sind. auf jeden fall verkaufen alle ziemlich offensichtlich. in arica wird immer alles extrem schnell versteckt, wenn ein polizist um die ecke biegt. feria markstand aber weil die filme und cd’s in tacna sehr billig sind (40 rappen pro stück) kaufen die chilenen ziemlich viel. das problem kommt dann erst an der chilenischen grenze, weil das einführen der kopien auch illegal ist. mein motto war: “für nes paar hets no emmer glängt”. und so haben ich und meine zwei kollegen etwa 15 cds ins land geschmuggelt. das ist gar nicht so schwer. das motto der chilenischen grenzwächter ist nämlich auch: “für nes paar hets no emmer glängt”. ernsthafte probleme gäbe es wohl erst, wenn jemand versuchen würde, mit 50 cds ins land zu spazieren. aber auch das kommt relativ häufig vor. und die höchststrafe liegt ungefähr bei 40 franken und beschlagnahmung der ware.
ich habe peru ein stück näher kennengelernt und stelle fest, froh zu sein, mein austauschjahr in chile zu verbringen. einige von euch denken ja vielleicht, sie könnten nicht in chile leben. in peru gäbe es noch viel mehr zu erfahren ;)

5 Kommentare zu “Tacna”

  1. Conny schreibt:

    Hallo Jimmy
    Gestern war bei uns auch Märt. Vielleicht kommen in dir inskünftig Erinnerungen an Peru hoch, wenn du an unserem Märt am Schnäppern bist.
    Was sind “flayten”? Müsste man das wissen?
    Allerliebste Grüsse Mama

  2. Jimmy schreibt:

    ech ha scho dänkt, dass die frag chonnt. s problem esch nome, dass es no schwerig esch, das z erkläre. aber s esch sone beschtemti gattig vo mönsche wo dezue neige agressiv dsi, ond es mässer em sack z ha. aber wie mer soeine erkönnt chani ez werklech ned erkläre. das brucht scho fortgschrettnigi studie vo de chilenische kultur :P

  3. myrta schreibt:

    häija… be dinne bricht gmerki jedesmau wider, wie schön dasses mier da ide schwiiz eigentlich hei ond vorauem dass da aues so sicher esch…
    ech gloube abr wiiterhin, dasses super esch, wenn mer ou “dini wäut” ;-) mau erläbt ond somit d schwiiz afaht schätze… vorauem dä h&m ond so ;-p
    ech wönsch der no ä guete schlussspurt ds chile!

  4. David schreibt:

    hoi jimmy, ha mi ja scho lang nöm gmäudet…
    dini precht si emmer sehr spannend zom läse! du bewegsch dech jo scho chli i gförleche gebiet - ond das oni mech (dine grossi beschötzer!)… wänns de mau sött ärnscht wärde, zom bischpöu met so nes par flayte, dänk dra: “för nes par hetts no emmer glängt!”
    machs guet
    din brueder

  5. bäbä schreibt:

    hey jimmy.. bi däm shopping chunnt mer grad so züri i sinn.. ;) hets aber scho mannechleider? wöu das müesstisch itz ja eigentlich gniesse, ir schwiiz (aso eigentlich z züri ..) muesch ja de wieder nach dene gah sueche. und s “du häsch denn schöni aaaauge” hesch ou scho ghört z chile? aber züri tönt wieder chli sicherer aus chile. züri gäge chile apropos mannechleiderläde..hm! ;)
    tönt jedefaus spannend was du so erläbsch¨
    glg

    ps:ah i ha eismau im fernseh e reportage gseh über sones restaurant wo sie meersöili choche, itz weissi nid obi das glich söug mau probiere :D

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