Archiv für May 2006

¿Heimkehren oder Fortgehen?

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, geschrieben am 29. May 2006 von Jimmy

Das ende des austauschjahres naht, und in diesem bericht geht es darum, was ich davon halte. ich weiss nicht, wieviele tage noch fehlen, bis ich in die schweiz zurückreise, aber es sind nicht mehr viele. ich zähle lieber die tage bis zum wm-auftaktspiel (laut dem gmx-wm-countdown sind es noch 10 tage und ein paar stunden). ich werde oft gefragt, ob ich mich aufs zurückgehen freue. diese frage ist ziemlich unangenehm, weil es schwierig ist, sie zu beantworten. eine andere hässliche frage ist, ob es mir gefallen hat. mir fällt es immer relativ schwer, in ein paar knappen sätzen zusammenfassend zu beantworten, ob mir das vergangene jahr gefallen hat. und mit einem knappen “ja” schauen mich die leute meistens ziemlich unbefriedigt an. ich muss dann anfangen mich zu verteidigen, dass ich nicht antikommunikativ sei, sondern, dass mir nur ihre fragestellung nicht gefällt, und es mir deshalb schwer fällt, eine bessere antwort zu finden. aber dieser beitrag soll jetzt diese fragen befriedigend beantworten. also vor allem die erste frage, ob ich mich darauf freue, in die schweiz zurückzukehren. übrigens, wenn mich jemand dann unbedingt fragen will, ob es mir gefallen hat in chile, wird er wahrscheinlich nicht viel mehr als ein “ja” zu hören bekommen, soll sich dadurch aber nicht beleidigt fühlen. ich wäre dann froh, wenn ihr die frage etwas genauer stellen könntet. aber jetzt ist es ja noch nicht so weit. der titel des beitrages weist auf meinen inneren zwiespalt hin. es ist nicht so ganz klar, wie man vielleicht meinen kann, dass ich die reise von chile in die schweiz als heimreise bezeichnen kann. natürlich bin ich in der schweiz zu hause und lebe in einem umfeld, das an keinem ort der welt ersetzt werden kann. man könnte es als seine wurzeln bezeichnen. und ich spüre nach so langer zeit weg von zu hause ganz deutlich, wo meine wurzeln sind. sie sind im eden. so gesehen ist es eine heimkehr zu meinen wurzeln, und das stimmt mich glücklich. ich spüre, dass ich sie vermisse. und die sachen, die ich vermisse, sind nicht nur personen. es sind vor allem auch sachen, an welche ich mich im verlauf meines lebens gewöhnt habe, ohne es zu merken. ich denke an regen, an schnee, an kälte, an wälder, an flüsse, sogar den zug und die kanti vermisse ich manchmal. aber die reise von chile in die schweiz ist auch ein fortgehen. so stark wie ich meine schweizer wurzeln spüre, spüre ich auch, dass ich hier ein zuhause habe. im moment lebe ich hier. und am 4. juli werde ich aus meinem aktuellen leben gerissen. in den gut 11 monaten in arica habe ich auch hier wurzeln geschlagen. ich fühle mich zu hause. ich laufe durch die strassen und treffe mir bekannte leute und freunde an. manchmal kommen mir erinnerungen hoch, wenn ich an einem ort durchkomme, wo ich etwas spezielles erlebt habe. es gibt orte, wo ich mich nicht gerne aufhalte, und ich habe meine lieblingsplätze. wenn ich nach hause laufe, laufe ich durch strassen, die ich genaustens kenne, ich laufe an chilenen vorbei und fühle mich als einer von ihnen. bei mir zu hause muss ich im dunkeln die lichtschalter nicht suchen und kann blind aufs klo rennen, ohne in eine mauer zu laufen. ich habe hier freunde, die ich gut kenne und die mich gut kennen. ich spreche eine andere sprache und es fällt mir immer schwerer deutsch zu sprechen (weiter oben im text habe ich gemerkt, dass ich mich und mir verwechselt habe). mir würde es leichter fallen, diesen text in spanisch als in deutsch zu schreiben. ausserdem lernte ich eine andere kultur kennen, und habe sie zu einem grossen teil als die meine akzeptiert. so gesehen kann man es als fortgehen von chile bezeichnen. und all dies zurückzulassen stimmt mich traurig. und ich lasse es für immer zurück, das macht mich auch nicht fröhlicher. das ist aber nur die eine hälfte, die mir das “fortgehen” in die heimat schwer macht. die andere hälfte ist die grosse unsicherheit, die ich fühle. im moment bezeichne ich mich mehr als chilene denn als schweizer. ich habe die chilenische kultur übernommen und weiss nicht, was die konsequenzen sind. ich weiss, dass ich mich verändert habe. aber wie ich mich verändert habe, ist sehr schwierig zu sagen, weil ich selber nicht viel von der änderung mitbekommen habe. ich kann es mir nur vorstellen. aber ich bin nicht der einzige, der sich verändert hat. ihr alle habt euch auch verändert. und das gibt mir das gefühl, euch neu kennenlernen zu müssen. das heimkommen hat auch einige ähnliche aspekte wie das ins austauschjahr gehen. zum beispiel komme ich in eine neue klasse, in der ich viele personen nicht kenne. ausserdem sind da auch die missverständnisse die es gibt, wenn zwei kulturen aufeinander treffen. ein sehr wahrscheinliches missverständnis wird wahrscheinlich die begrüssung meiner kollegen in der schweiz sein. mit umamrmung und einem kuss auf die backe, wie ich das in 10 monaten automatisiert habe. aber wenn ein schweizer einen begrüssungskuss auf die backe bekommt, will er natürlich mit 2 weitermachen. ich möchte aber eigentlich nach einem aufhören. und so entsteht das missverständnis. aber das sind ja kleine probleme, wegen denen ich mir keine sorgen mache.
was ich mit all dem sagen will ist, dass ins austauschjahr gehen nicht ganz einfach ist. aber das heimkommen ist es ganz sicher auch nicht. aber wie gesagt, es gibt die schönen seiten des heimkommens und die traurigen des fortgehens. so werde ich wohl am 4. juli weinend von arica davonfliegen und am 6. juli lachend in zürich landen. ich werde dann meine heimat wohl neu entdecken müssen, im wissen, dass ich in chile ein zweites zuhause habe.

P.S.: vielleicht habt ihr gemerkt, dass ich die frage ob ich mich aufs heimreisen freue oder nicht, nicht so genau beantwortet habe. ich werde es auch nicht tun, denn ich weiss es selbst nicht.

Las Cruces de Mayo

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, geschrieben am 15. May 2006 von Jimmy

sind eine reihe von festaktivitäten in einem adendörfchen namens socoroma. vielleicht erinnern sich einige noch, dass ich dort einmal einen religiösen tanz getanzt habe. ausserdem wird dort (oder besser gesagt in dieser region) der beste oregano der welt kultiviert. ich habe ihn zwar nie probiert, aber den mais, kartoffeln und kaktusfeigen schon. und die sind wirklich die besten in ihrer art, die ich je gegessen habe. aber das ist eine andere geschichte. jetzt geht es um diese feste. das ganze begann vor zwei wochen, als ich noch im süden war und deshalb nicht genau beschreiben kann, was dort gemacht wurde. an diesem wochenende ging es darum, zum kreuz milagros zu wandern. das kreuz ist eigentlich mehr ein steinhaufen ähnlich denen, die man im himalaya findet. diese wanderung ist eine art von pilgern, das glück und segen bringen soll. aber zur wanderung komme ich später noch. mein trip in die anden begann nämlich am donnerstag morgen. mit einem bus fuhr ich nach putre, einem anderen dörfchen in den anden auf 3500 meter über meer. dort wohnte ich im haus meiner tante. das ganze diente zur akklimatisation, denn solche höhen nehme ich nicht auf die leichte schulter. im bus nach putre spürte ich wieder einmal deutlich, was es heisst, ein ausländer zu sein. ich fühlte mich wie ein komischer fremdkörper inmitten der indios der anden. mein blondes haar schien durch den ganzen bus zu leuchten, und die neugierigen blicke empfand ich als ziemlich unangenehm. manchmal wünsche ich mir schwarze haare und eine dunklere haut. ausländer zu sein ist nicht immer einfach. jaja, man lernt schon ziemlich viel in so einem austauschjahr. Weiterlesen »

Muttertag

Ein Beitrag zum Themengebiet Eden, geschrieben am 14. May 2006 von Conny

Wäre ja ein grosser Zufall, wenn man heute in Neuseeland oder Chile ebenfalls der Mütter gedenken würde. Gibt es in euren Gastländern überhaupt so einen Feiertag? In Escholzmatt jedenfalls hat die Feldmusik den Müttern und den in Scharen erschienenen Gottesdienstbesuchern ein wunderschönes akustisches Geschenk gemacht. Der Funke ist aufs Kirchenvolk übergesprungen, sangen die Leute doch selten aus so vollen Kehlen mit wie heute. Es ist eben eine wahre Freude, zu euren Klängen mitsingen zu dürfen. Herzlichen Dank, liebe Musikanten!

Muttertagsständchen

Fynn 2

Ein Beitrag zum Themengebiet Eden, geschrieben am 14. May 2006 von Conny

Gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Es gab so dieses und jenes zu erledigen. Am Nachmittag verbrachten wir einige Stunden bei Fränzi, Philipp und Fynn. Schon bald einmal könnt ihr euren herzigen, kleinen Cousin live erleben. Da seid ihr dann dran mit schaufeln helfen und Autos rumfahren. Beni meint nämlich, bei mir wirkten solche Animationen einfach nicht überzeugend und motivierend.
Ps.: Ich weiss schon: alle kleinen Kinder sind herzig - aber …

Fynn Fynn Fynn und Philipp

Fynn in action (Part 1)

Mit YFU in die 10. Region

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, geschrieben am 10. May 2006 von Jimmy

YFU ist meine austauschorganisation, und chiles 10. region ist bei puerto montt. die letzten knapp 2 wochen ging ich nämlich mit anderen austauschschülern auf reisen. das ganze begann aber mit einem wochenende in san felipe (in der nähe von santiago) wo sie uns aufs zurückgehen vorbereitet haben. das ist nämlich nicht ganz einfach. diese vorbereitung war aber nur ein teil des wochenendes. der rest war der gemütliche teil. und der war weitaus grösser als die vorbereitung. ihr könnt euch ja vorstellen, was passiert, wenn 40 jugendliche in einem lager sind. das gilt übrigens für die ganzen knapp 2 wochen, darum bin ich nach meinem 11-stunden schlaf immer noch sehr müde. nach dem wochenende fing dann die eigentliche reise an. wir fuhren mit einem gemieteten car in der nacht nach puerto varas, 20 minuten nördlich von puerto montt. die fahrt dauerte ungefähr 11 stunden und war nicht sehr bequem. aber wir haben uns in chile ja schon an längere busfahrten gewöhnt. von santiago bis puerto montt sind es ungefähr 1500 km. in puerto varas angekommen, bezogen wir das hotel und machten eine stadttour durch puerto montt. diese stadt ist berühmt für ihre fischereiaktivitäten. am abend haben wir dann auch ziemlich nach fisch gestunken.

salto del petrohue volcan
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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BALL BALL BALL BALL BALL BALL BALL

Ein Beitrag zum Themengebiet Neuseeland, geschrieben am 8. May 2006 von Sarah

auso, aendlech choeme die boeuder vom Lindisfarne Boys High school ball!! Esch geniau gse ond so nach 13 stond han ech afe mini fuess fascht noemme gschpoert… aber ech fah ez vo vore afa verzoeue.

Auso ech ha oeppe am vieri muesse parat si foer de ‘pre-ball’. Ha drom oeppe uf di zwoei es paar kolleginne iglade om mier z haeufe met make up ond hairstyle ond ond ond…

Di eint kollegin het nor scho oeppe e stond brucht, bes si mini Fengernegu schoen agmalet gha het. Het devoer ou werklech cool usgseh met moeschterli ond so. ;) D frisur ond z make up si de aber schnoeuer gange ond am 4i ben ech de ou scho fascht parat gsi. Weiterlesen »

Auckland

Ein Beitrag zum Themengebiet Neuseeland, geschrieben am 4. May 2006 von Sarah

Hey. Da no e chlini zaemefassig vo mim ufenthaut z auckland. (esch oeppe vor 2 woche gse - won ech no ferie gha ha… :( )
Auso, ech be met minere Gaschtfameli (mini Gaschtoeutere, d Rebekah wo a de uni z auckland optikerin studiert ond met de judith) am zischtig morge losgfahre. Ech weiss ou noemme so genau, wie lang mier gfahre si, aber uf jede Fau eschs scho baud donku gse, wo mier i dere Grossstadt (aemu foer mech ;) ) acho si.
Uf de Fahrt hei mier no es paar stops gmacht om d ussecht e chli z gniesse. D judith ond ech hei vor auem aube froeid am tommi foeteli z mache.
Strand Cooli Fotti
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