16.7.: Zum Reschensee

Im Vinschgau gibt es eine Besonderheit: die vor wenigen Jahren wieder in Betrieb genommene Vinschgerbahn. Sie befoerdert nicht nur Passagiere, sondern auch deren Velos, und wenn man dann zuoberst im Tal angekommen ist, kann man auf wunderschoen angelegten Velowegen im stetig sanft abfallenden Tal 70 km weit bis nach Meran fahren. Wir pedalten an der Endstation in Mals aber zuerst mal hoch zum Reschensee und drum herum, wo wir mit etwas beklemmenden Gefühlen den einsam aus dem Wasser ragenden Kirchturm des ehemaligen Dorfes Graun betrachteten. Nebst der Kirche stehen nämlich noch über 160 Häuser auf dem Grund des Stausees. Sie wurden 1950 der Energiegewinnung geopfert, und die paar Einwohner hatten keine Chance gegen die mächtigen Herren in Mailand.


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