23.7.: Trincee

Das Wort soll “Schützengräben” bedeuten. Reste des letzten Krieges sieht man zur Genüge. Unglaublich, welche Leistungen ein Krieg den Menschen abfordert. Unglaublich auch, welche Leistungen die Menschen gemeinsam erbringen können. Davon sind wir im Westen weit entfernt: Keine chinesischen Mauern, keine Kathedralen, höchstens Autobahnen für den Individualismus.
Aber der Reihe nach.
Da der Klettersteig ein K5 hat, wollte Conny nicht mitkommen. Die ersten 35 Höhenmeter hatten es dann in sich: kaum Griffe, und so musste ich mich am Stahlseil und an den Befestigungseisen hochziehen. Sonst versuche ich gewöhnlich, am Fels zu klettern. Diesmal ging es auch einige Passagen steil nach unten. Das ist man sich auch nicht so gewohnt. Der zweite Teil war dann einfacher, es ergaben sich aber Einblicke in den Festungbau und dabei benutzt die Ferrata mehrere alte Stollen. Der Rückweg war wie immer nicht spektakulär, abgesehen von den beiden Murmeltieren, welchen ich begegnete.
Leider habe ich in den Felsen irgendwo mein Handy verloren. Benutzt also die Nummer von Conny. Mein Handy antwortet nicht, ich habs versucht :( Bei Sarah funktioniert das immer so schön.
Was machte Conny in dieser Zeit: Erst machte sie Bibliotheksrbeiten, dann, als sie gemerkt hat, dass ich telefonisch nicht antworte, machte sie sich Sorgen.



Schreiben Sie eine Antwort

Sie müŸssen angemeldet sein um schreiben zu können