Archiv für December 2008

Der bolivianische Winter

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 31. December 2008 von Conny

Gestern und heute waren wir mit Hugo, Diego und seinem Freund Enzo unterwegs im Altiplano, dem Hochland der Anden hinter Arica. Es ist wohl eine der schoensten Reisearten, ein fremdes Land mit den Augen der Einheimischen zu entdecken. Hugo ist ein ausgezeichneter Reiseleiter. Auf jede Frage wusste er eine Antwort, viel hat er uns gezeigt. Wir haben bewundert, wie die Aymaras 1000v.Chr. ihre Gemuesevorraete in Erdloechern aufbewahrten und bis zu zwei Jahren konservieren konnten, wir haben Felszeichnungen aus fruehster Zeit gesehen, die immer so angelegt sind, dass sie von der aufgehenden Sonne bescheint werden und den Karawanen den Weg weisen, wir sind ueber ein magnetisches Feld gefahren (das Auto fuhr tatsaeachlich von selbst die Strasse rueckwaerts hinauf), haben Kandelaber-Kaktusse bestaunt, und wir sind durch verschlafene Nester in den Anden gefahren. Eines davon, Socoroma, ist Hugos Geburtsort. Heute gehen dort gerade noch vier Kinder in die Schule. In einem andern Doerfchen, Parinacota, leben noch drei Familien. Den einzigen Menschen, den wir zu Gesicht bekamen, ein alter Mann, konnte Hugo aufklaeren, dass heute der 29. und nicht der 26. Dezember ist. Mit dieser Information kann er jetzt hoffentlich sein Vorhaben, seine Verwandten zum Jahreswechsel zu besuchen, noch rechtzeitig in die Tat umsetzen.
 
 



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Chilenische Gastfreundschaft

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 29. December 2008 von Conny

Letzte Nacht sind wir mit dem Bus von Antofagasta nach Arica gefahren. Hier hat Simon sein Austauschjahr verbracht, und hier wurden wir bereits am Busbahnhof herzlich von Simons Gastfamilie empfangen. Was wir heute an Gastfreundschaft und Herzlichkeit erlebt haben, ist schlicht überwältigend. Einquartiert wurden wir in zwei schönen Zimmern mit separatem Bad, Computer, Fernseher und reichlich bewirtet mit feinem Essen, das die Nana kochte. Am Morgen führte uns der 18 jährige Diego durch die Stadt und ins Museum, gegen Abend fuhren wir mit der halben Verwandtschaft in einem Bus (Simons Gastvater beitzt ein Busunternehmen) an die Küste, wo wir den Felsen und Höhlen entlang spazierten. Ich habe noch nie so viel Spanisch zu reden versucht wie heute. Es war richtig schön zu spüren, wie man sich trotz Sprachbarrieren nahe und sympathisch sein kann.


Rechts neben Conny steht der Gastvater Hugo, vor ihn sein Sohn Victor Hugo, dann kommt die Grossmutter und Lydia, die Gastmutter. In rot kniet vorne Diego, der Gastbruder. Die andern beiden Gastbrüder Gonzalo und der kleine Felipe waren nicht dabei.

Die Farben der Wüste

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 27. December 2008 von Conny



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Antofagasta

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 25. December 2008 von Benedikt

ist eine der nördlichsten Städte Chiles. Dorthin sind wir gestern geflogen. Es war nicht unser Tag. Der erste Flug von Punta Arenas nach Santiago hatte wegen starkem Wind so viel Verspätung, dass wir unseren Aschlussflug nach Antofagasta nur ganz knapp verpassten. Wehnütig schauten wir “unserer” Maschine beim Start zu. Wir erhielten dann ein Ticket für einen späteren Flug, für den die Crew fehlte, was für uns die zweite Verspätung zur Folge hatte. Schliesslich landeten wir um Mitternacht in Antofagasta. Der Tag des Heilig Abend hatte eben erst begonnen, und wir erhielten bereits ein erstes, für uns sehr kostbares Weihnachtsgeschenk: Der Angestellte von “budget”, unserer Autovermietungsfirma, hatte einzig wegen uns ausgeharrt, bis wir kamen. Eigentlich wäre sein Arbeitstag schon Stunden vorher zu Ende gewesen. Ach, ich hätte ihn gleich umarmen können (aber zwischen uns war ein hohes Pult). Unser Gepäck war auch da, womit wir nicht unbedingt gerechnet hatten. So konnten wir gleich ein Stück losfahren. Auf den Felsen hoch über der “Portada”, einem dekorativen Felsenbogen im Meer vor Antofagasta, haben wir im Auto übernachtet.

Pinguine

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 22. December 2008 von Conny

Am Samstag Abend sind wir wieder ganz im Süden, in Punta Arenas, angekommen. Eigentlich hätten wir gerne eine zweitägige Scchifffahrt in die Gewässern südlich von Punta Arenas unternommen. Juan, unser Zimmervermieter und fundierter Tourismusfachmann, erklärte uns aber, dass das Wetter für die nächsten vier Tage “muy muy male” sei und wir, mal ganz abgesehen vom horrenden Preis, niemanden finden würden, der mit uns auf See ginge. Also, nächster Versuch: einen Ausflug auf die Isla Magdalena zu den Pinguinen buchen. Doch der ist für morgen abgesagt wegen zu hohen Wellen. So blieb uns gestern nichts anderes übrig als die Stadt zu erkunden, und die ist ja sehr schön. Das Wetter war übrigens wunderprächtig.


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Nationalpark Los Glaciares (Argentinien)

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 20. December 2008 von Conny

Die letzten drei Tage verbrachten wir in diesem wunderschönen Nationalpark. Am Mittwoch machten wir etwas mehr massentourismusmässiges. Wir liessen uns mit einem Bus zum Perito Moreno - Gletscher führen. Ein Katamaran brachte uns anschliessend nahe an den gewaltigen Gletscherabbruch. Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Erde, der noch im Gleichgewicht ist. Die 2m, die er pro Tag wächst, brechen vorne wieder ab. Das Donnern und Krachen, mit dem das passiert, ist noch eindrücklich. An einer zweiten Stelle (der See, in den der Gletscher sich ergiesst, ist durch eine Gesteinsbrücke zweigeteilt) konnten wir uns auf schön angelegten Stegen dem Gletscher von oben nähern. Es ist noch eindrücklich, wie sorgsam sowohl die Chilenen wie auch die Argentinier mit ihren Nationalparks umgehen. Da liegt kein Fetzchen Papier am Boden, und auf Schildern wird immer wieder darauf hingewiesen, wie sich die Parkleitung das Verhalten der Besucher vorstellt - vorbildlich!



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Torres del Paine

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 16. December 2008 von Conny



In diesem bekanntesten, meistbesuchten und ältesten Nationalpark Chiles (seit 1978 Biosphärenreservat - das Küken Biosphäre Entlebuch lässt grüssen) sind wir fünf Tage gewandert, mal mit Sack und Pack von einem Camping zum nächsten, dann wieder mit leichtem Gepäck in die Täler hinein. Es war schön, zwischendurch aber auch recht anstrengend. Gleich am ersten Tag verletzte ich mich an einem Steilhang am Schienbein, woran ich in den folgenden Tagen immer wieder schmerzhaft erinnert wurde. An demselben Steilhang rutschte Beni beim Abstieg aus und verletzte sich erneut an seinem Daumen. Salben ist seither wieder angesagt. Weiterlesen »

Im hospedaje

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 9. December 2008 von Conny

Ein hospedaje ist laut Führer eine einfache Unterkunft mit Familienanschluss. Privatpersonen bauen ihr Haus an oder auf, richten ein paar Zimner ein und nehmen Touristen auf in ihre Familie. Heute übernachten wir nach unseren positiven Erfahrungen einmal mehr in einer solchen Pension. Sie ist wie immer sauber, hat gute Betten, ein Gemeinschafts-Badezimmer mit einer Dusche mit ununterbrochen (!) heissem Wasser, am Morgen gibts ein Zmorge, und wenn man ein Problem hat, helfen einem die Besitzer, z.B. mit starkem Faden, damit ich meinen Rucksack flicken kann, der stellenweise am Zerfallen ist. So eine Nacht kostet 8000 chilenische Pesos, was in etwa 16 Fr. entspricht. Ist doch ein guter Preis, oder? Manchmal übernachten wir aber auch im Zelt, und das hat noch nie etwas gekostet, weil die Besitzer, wenn wir zahlen wollen, darauf verweisen, dass sie später vorbei kommen. Und später heisst nie.


 
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