Pinguine

Am Samstag Abend sind wir wieder ganz im Süden, in Punta Arenas, angekommen. Eigentlich hätten wir gerne eine zweitägige Scchifffahrt in die Gewässern südlich von Punta Arenas unternommen. Juan, unser Zimmervermieter und fundierter Tourismusfachmann, erklärte uns aber, dass das Wetter für die nächsten vier Tage “muy muy male” sei und wir, mal ganz abgesehen vom horrenden Preis, niemanden finden würden, der mit uns auf See ginge. Also, nächster Versuch: einen Ausflug auf die Isla Magdalena zu den Pinguinen buchen. Doch der ist für morgen abgesagt wegen zu hohen Wellen. So blieb uns gestern nichts anderes übrig als die Stadt zu erkunden, und die ist ja sehr schön. Das Wetter war übrigens wunderprächtig.



Heute nun hat`s geklappt mit den Pinguinen. Auf einer Nussschale, auf der mal grad 12 Personen Platz hatten, schlingerten wir Richtung Isla Magdalena. Bald einmal schloss Francisco, der Matrose, auch die letzte Luke, damit uns die überschäumenden Wellen nicht pflotschnass machten. Irgendwie überstanden alle die Rumpelfahrt zur Insel, wo 70000 Pinguinpaare nisten. Im November schlüpften die Jungen, und die waren wohl alle noch wohlbehütet in den Erdlöchern. Erst im Januar/Februar werden sie flügge. Sie sind wirklich herzig, diese Watschelviecher, und sie können unglaublich schnell schwimmen.
Als nächstes ankerten wir vor einer Nachbarinsel, auf der Walrosse faul auf den Steinen lagerten. Dann ging`s zurück nach Punta Arenas, und das erneute Achterbahn fahren bei hohem Wellengang war für die eine oder andere zu viel, so auch für mich.
Noch etwas: auf der Pinguin-Insel leben Kormorane, die andere Vögel so lange malträtieren, bis sie die eben gefangenen Fische erbrechen. Die führen sich dann die Kormorane zu Gemüte. So, jetzt ist aber Schluss mit unappetitlichen Geschichten. Und mir geht`s auch wieder bestens.

 
 
 
Da wir uns voraussichtlich erst nach dem 24. Dezember wieder melden werden, wünschen wir euch schon jetzt ganz herzlich frohe, gesegnete Weihnachten im Kreis eurer Familien. Von Herzen gönnen wir euch die anschliessenden Feier- und Ferientage und wünschen euch gute Erholung. Für die Kids hoffen wir, dass das Christchindli stark genug ist, all die gewünschten Geschenke herbeizuschleppen (gäu, Fynn).

Herzlich Beni, Conny, Simon
 
 
[Christbaum in unserer momentanen Unterkunft]
 
 
 
 
 
 

3 Kommentare zu “Pinguine”

  1. Alice schreibt:

    Eine bunte Stadt, watschlige Pinguine, liebliche Hunde, der farbenfrohe, feuerfeste Christbaum- das ist wahrscheinlich euer unvergessliches Weihnachtsfest 2008!
    Wir werden in Nottwil ganz fest an euch denken… und wünschen euch drei Lieben - eine angenehme Herberge, Glück und Segen auf all euren Wegen!
    Bis bald - für Simon - bis später.
    Herzlich, Alice

  2. franziska schreibt:

    Mami und ich haben soeben eure eindrücklichen Fotos bestaunt und die Berichte gelesen. Wünschen Euch frohe Weihnachtstage, weiterhin viel Spass und schicken Euch ganz herzliche Grüsse.
    Leider ist bei uns der Schnee wieder geschmolzen, sodass es keine weisse Weihnacht geben wird. Wir freuen uns auf die staunenden und freudestrahlender Gesichter unserer Kinder und viel gemeinsame Zeit.

  3. Heidi Emmenegger schreibt:

    Niedliche Pinguine, Hunde, die an Entlebucherhunde erinnern,,,,
    Der Christbaum ist bei euch auch schon geschmückt, während Toni und ich vier Kilometer den kniehohen Schnee durchwatet haben, auf der Suche nach einem Tannenbäumchen. Sechs Rehe haben wir aufgescheucht, einen Fuchs vertrieben; die sind da eben nicht so fotogen wie bei euch!
    Inzwischen rauben uns die frühlingshaften Sonnenstrahlen das gewünschte Weihnachtsoutfit der Natur auch schon wieder!
    Wir wünschen euch allen gesegnete, weltumspannende, durch Menschen und Natur sichtbare Weihnachtstage.
    S’ Emmeneggers

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