Der bolivianische Winter

Gestern und heute waren wir mit Hugo, Diego und seinem Freund Enzo unterwegs im Altiplano, dem Hochland der Anden hinter Arica. Es ist wohl eine der schoensten Reisearten, ein fremdes Land mit den Augen der Einheimischen zu entdecken. Hugo ist ein ausgezeichneter Reiseleiter. Auf jede Frage wusste er eine Antwort, viel hat er uns gezeigt. Wir haben bewundert, wie die Aymaras 1000v.Chr. ihre Gemuesevorraete in Erdloechern aufbewahrten und bis zu zwei Jahren konservieren konnten, wir haben Felszeichnungen aus fruehster Zeit gesehen, die immer so angelegt sind, dass sie von der aufgehenden Sonne bescheint werden und den Karawanen den Weg weisen, wir sind ueber ein magnetisches Feld gefahren (das Auto fuhr tatsaeachlich von selbst die Strasse rueckwaerts hinauf), haben Kandelaber-Kaktusse bestaunt, und wir sind durch verschlafene Nester in den Anden gefahren. Eines davon, Socoroma, ist Hugos Geburtsort. Heute gehen dort gerade noch vier Kinder in die Schule. In einem andern Doerfchen, Parinacota, leben noch drei Familien. Den einzigen Menschen, den wir zu Gesicht bekamen, ein alter Mann, konnte Hugo aufklaeren, dass heute der 29. und nicht der 26. Dezember ist. Mit dieser Information kann er jetzt hoffentlich sein Vorhaben, seine Verwandten zum Jahreswechsel zu besuchen, noch rechtzeitig in die Tat umsetzen.
 
 




Unser eigentliches Ziel gestern war der Lauca-Nationalpark mit dem Lago Chungara. Leider sahen wir ausser etwas See und einigen Flamingos nichts von den beiden Vulkanen im Hintergrund, da der bolivianische Winter bereits im Dezember hereinbrechen kann. Der Himmel war trueb verhangen und voller Donnergrollen. Nichts zu machen, auch heute nicht, beim zweiten Versuch. Auch zu unserem heutigen Ziel, dem Salar de Surire, einem Salzsee, konnten wir nicht aufbrechen, da es ueber Nacht geschneit hatte und die Strasse zu gefaehrlich war. So fuhren wir halt wieder zurueck, konnten aber immerhin noch ein warmes Bad in einer Therme auf 4100m geniessen.


7 Kommentare zu “Der bolivianische Winter”

  1. Nännä schreibt:

    Hallo ihr Lieben
    Wenn Meiers an Silvester nicht hier sind, läuft einfach alles schief!!! Die
    daheimgebliebenen Silvestergschpändlis, leiden oder litten an verschiedenen
    Viren und noch schlimmer; der Gastgeber 2008 ist nach sechs Tagen Grippe
    zwar wieder am Auferstehen, aber leider genügen die Kräfte noch nicht für
    eine Silvesterparty. Nun müssen wir auch keine Angst haben, dass Champ den
    Stein im Garten um Mitternacht sprengen willÂ…Â….
    Wir wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr und stets das richtige
    Antivirussystem(Reisefieber ausgeschlossen) fürs 2009!

    Ganz liebe Grüsse
    Nännä und Familie

  2. Heidi Emmenegger schreibt:

    Hallo ihr lieben Reisefreaks!
    Nun habt ihr euch wohl auch an den Winter gewöhnen müssen. Wir tun es auch wieder. Herzlichen Dank für eure fleissige Berichterstattung, die tollen Bilder (Balsam für die Seele!), die uns in die warme Stube geliefert wurden.
    Wir wünschen euch einen guten Jahreswechsel, alles Gute und Gottes Segen im neuen Jahr.
    Heidi mit Familie

  3. Alice schreibt:

    Zum Jahreswechsel wünsche ich der ganzen Familie- Sarah- David bald in NY- euch allen in Arica- und der lebenswürdigen Gastfamilie alles Liebe und Gute. Simon, wünsche ich in Chile weiterhin viele schöne Erlebnisse. Wir freuen uns über die Fortsetzungsberichte!
    So wünsche ich euch eine gute und gesunde Heimkehr. Auf Wiedersehen!
    Alice

  4. Seppi schreibt:

    Hallo ihr Lieben.
    Ganz herzlich allen es guets Neuis Johr. Simon wünsche ich besonders viel Glück für 2009 und weiterhin eine gute Reise. Für Cornelia und Benedikt beantrage ich einen Monat zusätzlichen Urlaub, um die einmaligen, einzigartigen Erlebnisse auf diesem südlichen Kontinent gebührend verarbeiten zu können. Gute Rückreise und herzliche Grüsse. Seppi

  5. Hanny schreibt:

    Hallo zusammen
    Sicher seid ihr schon wieder am Packen und müsst von den wunderschönen Anden Abschied nehmen. Ich war auch schon mal in den peruanischen Anden und kann erahnen, wie toll es ist. Immer wieder sehe ich auf euren Fotos Vikunjas. Davon hätte ich gerne einige Fotos. Wolle habt ihr ja kaum im Gepäck.
    Liebe Grüsse und gute Rückreise Hanny

  6. Jael schreibt:

    Hallo ehr drüü

    Das tönt jo werklich spannend, was ehr do i de letste Täg alles erläbt hend! Bsonders das met de Hölebelder hät mich sehr interessiert zom gseh!!! Fendes faszinierend eso öpis öber früehneri Ziite z’erfahre!!! Danke au för die wonderbare Belder, die hend mich öpe einisch zom Träume brocht!
    Hoffe alles klappet met de Reis Hei! Freue mich de au uf no gnaueri Erzählige!!

    Bis hoffendlich glii einisch! Passed uf euch uf! Grüessli Jaël

  7. Camea schreibt:

    Hallo zusammen

    Welcome home! Und vielen Dank für die schönen Fotos, die es uns ermöglichten, auch ein wenig auf Reisen zu gehen.
    Mit liebem Gruss Andrea und Ruedi

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