Musikfest in Willisau
Der Marsch

Begonnen hat es in Willisau mit dem Marsch-Training. Unser Dirigent hat sich vor ein paar Wochen den Zeh gebrochen, und so musste ein Ersatzdirigent die Band führen. Das ist für beide nicht so einfach: weder für den Dirigenten noch für die Band. Aufstellen - ausrichten - präsentieren. Da hoffe ich als alter Kompaniekommandant die Band etwas unterstützen zu können. Dann ging es los mit Marschieren, zuerst mit der Trommel. Beim dritten Takt verlor der Tambour einen Schläger, und bis der Ersatzschläger im Einsatz war,
haben die Musiker das Instrument nicht gleichzeitig angehoben. Gespielt hat die Band trotzdem gut. Das Marschieren ging so einigermassen. Der Schluss war dann wieder etwas holprig. Da fehlten die Automatismen, wie man so schön sagt. Trotz meiner Mithilfe war die Präsentation übrigens nur unwesentlich besser gewesen als in Emmen… Aus den ersten Gesprächen nach der Marschstrecke ergab sich dann allmählich ein Bild, welches durch die Lautsprecherdurchsage bestätigt wurde: 44,6 Punkte - deutlich unter den Erwartungen, zumal wir in Emmen in dieser Disziplin gewonnen hatten.
Der Konzertvortrag
Jetzt galt es, sich auf den nächsten und für uns wichtigeren Auftritt vorzubereiten. Der offene Mund des Dirigenten Jon Kowszun zeigt an, wie er das Stück gespielt haben möchte: mit viel Sound. Dann kam der grosse Moment: Die Band spielt das Auftragsstück, dann das Selbstwahlstück “Shine as the Light”.

Das war einfach super gespielt und das Publikum war begeistert! Ich war ziemlich gerührt. Das war perfekt - egal, welcher Rang herausschauen würde. Die Proben und das Üben der Band haben sich gelohnt. Besonders beeindruckend für mich war in dieser Zeit die Art und Weise, wie Jon der Band das Stück erklärt und langsam zur Perfektion gebracht hat.
Die Erleichterung nach der Aufführung war gross, und alle konnten die gelungene Präsentation der Musik geniessen. Herausgeschaut hat ein sehr guter 2. Rang zusammen mit Uffikon. Mitbekommen habe ich die gute Neuigkeit heute Morgen durch 2 SMS und durch einen Telefonanruf des kantonalen Veteranen (50 Jahre Mitspiel in einem Musikkorps) Kurt Studer, welcher heute zusammen mit dem eigenössischen Veteranen (35 Jahre Mitspiel in einem Musikkorps) René Bucher geehrt wird. Vielleicht gibt es da dann sogar noch einen Pokal ![]()