Montreux 2010
Ein Beitrag zum Themengebiet Eden, geschrieben am 28. November 2010 von Benedikt

Diesmal wurde es ein 7. Platz. Enttäuscht? Was mich betrifft: Nein. Wir konnten uns gut vorbereiten, Jean-Louis Perritaz sorgte dafür.
Die Band hat gut gespielt, die andern Bands auch. Die Jury hat entschieden und ihre Prioritäten gesetzt. Fragen wie “Wie schnell soll man eine Stelle mit angegebenen 144 Schlägen spielen?” oder “Was bedeutet ‘Für Brass Band und Schlagwerk’?” treten etwas in den Hintergrund.

Wie fühlt es sich an, wenn man in einem Saal mit geschätzten 2000 Personen mit 15 anderen Bandvertretern bei der Rangverkündigung auf der Bühne steht? Etwas ungemütlich, wenn man nicht die geborene Rampensau ist. Dann geht es los mit Platz 6. Du denkst, noch nicht jetzt - etwas weiter vorne wäre super. Rang 5! OK - etwas schlechter als letztes Jahr - war diesmal aber auch eine starke Konkurenz. Nicht wir. Rang 4. Auch nicht. Rang 3 - würde ich gerne nehmen. Andere jubeln. Rang 2 - mehr liegt nicht drin. Diesmal rumpeln sogar 2 Stilzchen über die Bühne. Ich denke - was würde ich machen? Aus theatralischer Sicht gesehen kann ich nur abfallen… Da wäre noch das Kärtchen von Sarah in der Jackentasche mit dem Victory-Zeichen. Weiter muss ich nicht überlegen. Und da ist auch schon Platz 1: “BML Talents” aus Luzern. Das wars. Nichts wie weg. Alles zu laut und zu schrill.
Die restliche Rangliste ist beim Infostand erhältlich. Ein SMS an Hannes mit der Mitteilung “Nicht unter den ersten 6″. Dann raus an die Luft und beim Haupteingang wieder hinein zum Infostand. Jemand schüttet Bier über meine Kleider. Ein Versehen - aber keine Entschuldigung. Das SMS von Sarah: “7.”. (Die Jungen sind immer schneller
). Botschaft per SMS weitergeben, an Hannes, die Heimreisenden, Simon, David. Eigentlich hätte ich jetzt ganz gerne Rang 6 genommen. Ohne Rampensau-Allüren, mit Respekt vor der Leistung der Brass Band.
Wir gehen an das Galakonzert. Das war eine gute Entscheidung. Super Musik aus dem Wallis und aus Österreich.
Impressionen aus Montreux




Es gibt ganz viele gute Erinnerungen an Montreux - bis nächstes Jahr.
