Archiv für das Themengebiet 'Chile'

Von Buenos Aires nach Valparaiso

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, geschrieben am 8. April 2009 von Jimmy

oder: vom atlantik an den pazifik.
buenos aires hat mir sehr gut gefallen. Man spürt so deutlich wie nirgends sonst in südamerika den einfluss europas. die architektur ist ähnlich, die leute sehen europäisch aus, und die fassaden der hochhäuser sind aus glas. ich fühlte mich dem alten kontinent sofort ein bisschen näher. zuerst fühlte ich mich ein bisschen verloren, weil ich ein hostal auf gut glück, bzw. über tourist informations suchen wollte. diese waren aber alle entweder geschlossen oder inkompetent. schliesslich rettete mich das internet, das mir die adresse eines backpacker hostals preisgab.
im alten hafenquartier la boca, das gleichzeitig die wiege des tango ist, gibt es viele bunte häuschen zu sehen. weil es ein armes viertel ist, verwendeten die einwohner die resten von schiffsfarben, um ihre häuser zu streichen. leider ist es dort heute extrem touristisch, worunter der charme stark leidet. überall wollen hübsche frauen in eleganten kleidern ein foto mit einem touristen in einer tangoposition machen, um ein paar pesos zu verdienen. ich fand das ein bisschen daneben, mir kam es wie eine neue form von kulturprostitution vor. also habe ich das mit dem foto gelassen. interessant war auch, dass nur männliche touristen fotos mit einer eleganten dame gemacht haben, umgekehrt habe ich das nie beobachtet, obwohl es auch elegante tangotänzer gehabt hätte. aber wahrscheinlich merken frauen, dass es nur lächerlich wirken würde.


Weiterlesen »

Und weiter gehts in Südamerika..

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, geschrieben am 29. March 2009 von Jimmy

am 16. märz hiess es für mich abschied nehmen von arica, jedoch noch nicht von meinen freunden, denn sie begleiteten mich in den salar de uyuni. für mich war bolivien neuland und alle hatten mich gewarnt, dass es dort nicht so sei wie in chile, eben alles viel ärmer und einfacher. wieder andere haben gesagt, ich solle nicht gehen, weil ich sterben könnte. Nun, sterben kann man überall, so dachte ich mir und ging trotzdem :) der bus fuhr mit einer stunde verspätung los (was sehr ungewöhnlich ist) und nach 30 minuten fahrt hatte er schon die erste panne. ich wahr froh, dass ich nicht alleine war, so konnte ich darüber lachen. im salar de uyuni machten wir eine dreitägige tour durch das hochland und eben den salar de uyuni, den grössten salzsee der welt. das wetter hätte besser sein können, aber sah auch so schön aus.


Weiterlesen »

Der bolivianische Winter

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 31. December 2008 von Conny

Gestern und heute waren wir mit Hugo, Diego und seinem Freund Enzo unterwegs im Altiplano, dem Hochland der Anden hinter Arica. Es ist wohl eine der schoensten Reisearten, ein fremdes Land mit den Augen der Einheimischen zu entdecken. Hugo ist ein ausgezeichneter Reiseleiter. Auf jede Frage wusste er eine Antwort, viel hat er uns gezeigt. Wir haben bewundert, wie die Aymaras 1000v.Chr. ihre Gemuesevorraete in Erdloechern aufbewahrten und bis zu zwei Jahren konservieren konnten, wir haben Felszeichnungen aus fruehster Zeit gesehen, die immer so angelegt sind, dass sie von der aufgehenden Sonne bescheint werden und den Karawanen den Weg weisen, wir sind ueber ein magnetisches Feld gefahren (das Auto fuhr tatsaeachlich von selbst die Strasse rueckwaerts hinauf), haben Kandelaber-Kaktusse bestaunt, und wir sind durch verschlafene Nester in den Anden gefahren. Eines davon, Socoroma, ist Hugos Geburtsort. Heute gehen dort gerade noch vier Kinder in die Schule. In einem andern Doerfchen, Parinacota, leben noch drei Familien. Den einzigen Menschen, den wir zu Gesicht bekamen, ein alter Mann, konnte Hugo aufklaeren, dass heute der 29. und nicht der 26. Dezember ist. Mit dieser Information kann er jetzt hoffentlich sein Vorhaben, seine Verwandten zum Jahreswechsel zu besuchen, noch rechtzeitig in die Tat umsetzen.
 
 



Weiterlesen »

Chilenische Gastfreundschaft

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 29. December 2008 von Conny

Letzte Nacht sind wir mit dem Bus von Antofagasta nach Arica gefahren. Hier hat Simon sein Austauschjahr verbracht, und hier wurden wir bereits am Busbahnhof herzlich von Simons Gastfamilie empfangen. Was wir heute an Gastfreundschaft und Herzlichkeit erlebt haben, ist schlicht überwältigend. Einquartiert wurden wir in zwei schönen Zimmern mit separatem Bad, Computer, Fernseher und reichlich bewirtet mit feinem Essen, das die Nana kochte. Am Morgen führte uns der 18 jährige Diego durch die Stadt und ins Museum, gegen Abend fuhren wir mit der halben Verwandtschaft in einem Bus (Simons Gastvater beitzt ein Busunternehmen) an die Küste, wo wir den Felsen und Höhlen entlang spazierten. Ich habe noch nie so viel Spanisch zu reden versucht wie heute. Es war richtig schön zu spüren, wie man sich trotz Sprachbarrieren nahe und sympathisch sein kann.


Rechts neben Conny steht der Gastvater Hugo, vor ihn sein Sohn Victor Hugo, dann kommt die Grossmutter und Lydia, die Gastmutter. In rot kniet vorne Diego, der Gastbruder. Die andern beiden Gastbrüder Gonzalo und der kleine Felipe waren nicht dabei.

Die Farben der Wüste

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 27. December 2008 von Conny



Weiterlesen »

Antofagasta

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 25. December 2008 von Benedikt

ist eine der nördlichsten Städte Chiles. Dorthin sind wir gestern geflogen. Es war nicht unser Tag. Der erste Flug von Punta Arenas nach Santiago hatte wegen starkem Wind so viel Verspätung, dass wir unseren Aschlussflug nach Antofagasta nur ganz knapp verpassten. Wehnütig schauten wir “unserer” Maschine beim Start zu. Wir erhielten dann ein Ticket für einen späteren Flug, für den die Crew fehlte, was für uns die zweite Verspätung zur Folge hatte. Schliesslich landeten wir um Mitternacht in Antofagasta. Der Tag des Heilig Abend hatte eben erst begonnen, und wir erhielten bereits ein erstes, für uns sehr kostbares Weihnachtsgeschenk: Der Angestellte von “budget”, unserer Autovermietungsfirma, hatte einzig wegen uns ausgeharrt, bis wir kamen. Eigentlich wäre sein Arbeitstag schon Stunden vorher zu Ende gewesen. Ach, ich hätte ihn gleich umarmen können (aber zwischen uns war ein hohes Pult). Unser Gepäck war auch da, womit wir nicht unbedingt gerechnet hatten. So konnten wir gleich ein Stück losfahren. Auf den Felsen hoch über der “Portada”, einem dekorativen Felsenbogen im Meer vor Antofagasta, haben wir im Auto übernachtet.

Pinguine

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 22. December 2008 von Conny

Am Samstag Abend sind wir wieder ganz im Süden, in Punta Arenas, angekommen. Eigentlich hätten wir gerne eine zweitägige Scchifffahrt in die Gewässern südlich von Punta Arenas unternommen. Juan, unser Zimmervermieter und fundierter Tourismusfachmann, erklärte uns aber, dass das Wetter für die nächsten vier Tage “muy muy male” sei und wir, mal ganz abgesehen vom horrenden Preis, niemanden finden würden, der mit uns auf See ginge. Also, nächster Versuch: einen Ausflug auf die Isla Magdalena zu den Pinguinen buchen. Doch der ist für morgen abgesagt wegen zu hohen Wellen. So blieb uns gestern nichts anderes übrig als die Stadt zu erkunden, und die ist ja sehr schön. Das Wetter war übrigens wunderprächtig.


Weiterlesen »

Nationalpark Los Glaciares (Argentinien)

Ein Beitrag zum Themengebiet Chile, Eden, geschrieben am 20. December 2008 von Conny

Die letzten drei Tage verbrachten wir in diesem wunderschönen Nationalpark. Am Mittwoch machten wir etwas mehr massentourismusmässiges. Wir liessen uns mit einem Bus zum Perito Moreno - Gletscher führen. Ein Katamaran brachte uns anschliessend nahe an den gewaltigen Gletscherabbruch. Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Erde, der noch im Gleichgewicht ist. Die 2m, die er pro Tag wächst, brechen vorne wieder ab. Das Donnern und Krachen, mit dem das passiert, ist noch eindrücklich. An einer zweiten Stelle (der See, in den der Gletscher sich ergiesst, ist durch eine Gesteinsbrücke zweigeteilt) konnten wir uns auf schön angelegten Stegen dem Gletscher von oben nähern. Es ist noch eindrücklich, wie sorgsam sowohl die Chilenen wie auch die Argentinier mit ihren Nationalparks umgehen. Da liegt kein Fetzchen Papier am Boden, und auf Schildern wird immer wieder darauf hingewiesen, wie sich die Parkleitung das Verhalten der Besucher vorstellt - vorbildlich!



Weiterlesen »