Schöne Kälte
Ein Beitrag zum Themengebiet Eden, geschrieben am 5. February 2012 von Administrator

Fast noch nie habe ich in einem Bild so viel Himmel stehen lassen
Der ist auch sonst etwas heller blau, grau, oder was auch immer. Oder es waren schöne Wolken da.
Hier sind dafür Sterne und es ist Nacht. An einer Kamera kann man da unendlich viel falsch einstellen.
Die Bearbeitung eines solchen Bildes ohne Bildbearbeitung ist gar nicht so einfach. Die Hügel und Berge unten scheinen unscharf. Das passiert, wenn das Luminanzrauschen im Himmel reduziert wird. Das wirkt sich wie ein Weichzeichner aus. Das Rauschen entsteht, wenn man mit hohen ISO-Werten fotografiert (hier ISO 3200).
Mit der Bildbearbeitung würde man 2 Bilder kombinieren, unten ohne Rauschreduktion, oben mit…
Heute gibt es keine Bilder, weil der Akku der kleinen Kamera leer war, wofür man den Akku aber nicht verantwortlich machen sollte. Die grosse Kamera war nicht dabei, weil wir Annas und Davids Hausrat zügeln halfen. Wer es noch nicht gewusst hat: Berlin besteht aus breiten Strassen, grossen Häusern mit hohen Stockwerken und aus Treppen. Zudem ist Berlin buchstäblich auf Sand gebaut.
Wenn wir schon dabei sind: “Jack Wolfskin ist draussen zu Hause” und zwar in Berlin! Jeder zweite Berliner trägt irgend so ein Kleidungsstück. Kein “Mammut”, kein “The North Face” ist in Sicht.
Die Heimreise treten wir um 14:40 Uhr an und erreichen Escholzmatt um 22:10 Uhr. Reisen braucht Zeit und Geduld. Bisweilen lohnt es sich trotzdem
.
Wir haben den ehemaligen DDR-Sektor hinter dem Alexanderplatz besucht. Schon bald war es aber wieder dunkel. Dafür gab es einen riesigen Fischteller für 3 Personen. Ein Mal darf man raten, wer nur Salat und Kartoffeln bekommen hat
.
David und ich haben Anna mit unserem Esstempo wohl etwas gestresst


Diesmal haben wir Dollinger gefunden und so sind wir für einmal zu einem Frühstück gekommen. 50 m weiter, und wir hätten das am ersten Morgen auch geschafft
. Anschliessend eine Tour auf eigene Faust mit dem Jüdischen Museum, einem Blick in den ehemaligen Ostsektor hinter dem Alexanderplatz und einem Blick vom Fernsehturm auf Berlin gingen wir wieder auf die Suche nach einem Restaurant. Die Currywurst konnte uns da nur kurz stoppen.



Wenn man sich in Berlin nicht ranhält, ist es chon bald wieder dunkel. Wenn der Himmel bedeckt ist, dann fehlen halt einige Bilder. Wenn dann aber die Nacht kommt und die Lichter angehen, dann kann der Himmel noch so bedeckt und die Museen noch so geschlossen sein, die Kamera findet immer ein Sujet. Irgendwann kommt dann automatisch ein Restaurant.


Nach einem angenehmen ruhigen Flug landeten wir in Berlin Schönefeld. Mit S-Bahn und U-Bahn und Schleppen der Koffer Treppe rauf und runter, erreichten wir dann Osis Wohnung. Einen Moment Ruhe, dann weiter zur Ersatzwohnung der Familie Kantanen über einer Galerie. Diese Galerie liegt traumhaft schön, dann zum Italiener um den Block. Nach einer langen Fahrt im Zick-Zack durch Berlin landeten wir um 24.00 Uhr todmüde im Bett.

Und die erste Erkältung
